Berlin Marathon 2016
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Autor und Copyright: Herbert Steffny
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Kenenisa Bekele streift Weltrekord
Katharina Heinig glänzt mit 2:28:34, Uliczka läuft 2:15:02 Stunden
(von Herbert Steffny am 25.9.2016 vom  Berlin Marathon)

Marathon Vortrag oder Workshop mit Herbert Steffny?

Keniareise ins Hochland nach Iten?

    Kenenisa Bekele Berlin 2016
Kenenisa Bekele biß auf die Zähne und gab im superschnellen Finale in Berlin alles, aber er
verpasste den Weltrekord dennoch um nur sechs Sekunden
(Foto, Copyright: Herbert Steffny)


Kenenisa Bekele im Ziel
Kenenisa Bekele im Ziel - Pustekuchen mit Weltrekord und auch keine 2:02:59 Stunden. Eine dusselige Panne, denn die Zieluhr ging schlichtweg falsch! Sehr irritierend für den Spitzenläufer.
(Foto, Copyright: Herbert Steffny)





Wilson Kipsang
So glücklich sieht der Verlierer aus! Wilson Kipsang unterlag im Finale einem Besseren, konnte aber dennoch enen neue Bestzeit feiern. Mit 2:03:13 Stunden meldete er sich wieder in de erste Reihe zurück.
(Foto, Copyright: Herbert Steffny)




Geronimo von Wartburg
Der Blick nach oben auf die Uhr - 2:19 Stunden und unter der 2:20er Grenze, die 2016 mit Geronimo von Wartburg erst fünf Athleten unterboten haben.
(Foto, Copyright: Herbert Steffny)





Die 10 schnellsten Zeiten der Männer in Berlin:

2:02:57 Kimetto (KEN/2014)
2:03:03 Bekele (ETH/2016)
2:03:13 E.Mutai (KEN/2014)
2:03:13 Kipsang (KEN/2016)
2:03:23 Kipsang (KEN/2013)
2:03:38 Makau (KEN/2011)
2:03:59 Gebrselassie (ETH/2008)
2:04:00 Kipchoge (KEN/2015)
2:04:05 Kipchoge (KEN/2013)
2:04:15 G.Mutai (KEN/2012)

Durchschnitt: 2:03:35 h und damit mit Abstand der weltschnellste Marathon.
Zum Vergleich die nächsten:


2. LONDON (2:04:33 h)
3. CHICAGO (2:04:39 h)
4. DUBAI (2:04:40 h)
5. ROTTERDAM (2:04:51 h)
6. BOSTON (2:05:38 h)
7. FRANKFURT (2:05:40 h)
8. PARIS (2:05:57 h)
9. AMSTERDAM (2:06:00 h)
10. SEOUL (2:06:05 h)




Die 43. Auflage des Berlin Marathons wurde zu einem äthiopischen Fest. Der 5.000 und 10.000 Meter Weltrekordler Kenenisa Bekele verpasste mit 2:03:03 Stunden nur um sechs Sekunden den Weltrekord des Kenianers Dennis Kimetto und seine Landsfrau Aberu Kebede siegte zum dritten Mal in der Bundeshauptstadt in 2:20:45 Stunden. Die positive Überraschung des Tages war die neue Bestzet von Katharina Heinig als Fünfte in 2:28:34 Stunden. Das war über fünf Minuten schneller als ihr alter Hausrekord.

Berlin präsentierte im Elitefeld in diesem Jahr den "Kampf der Giganten" Ex-Weltrekordler Wilson Kipsang gegen den Doppel-Weltrekordler über 5.000 und 10.000 Meter Kenenisa Bekele und damit auch einen Klassiker Kenia gegen Äthiopien. Durfte man am Leistungsvermögen von Kipsang etwas zweifeln, da er bei seinen letzten Rennen nicht mehr die alte Stärke zeigte, so war Bekele mit der schnellsten Unterdistanzleistung sicherlich für eine Überraschung gut. In seinen vier bisherigen Marathons (Bestzeit 2:05:04 Paris 2014) hatte man den Einduck, dass er sein wahres Potential noch nicht so richtig entfalten konnte. Bei der Pressekonferenz freitags vor dem Rennen machte Wilson Kipsang die Sache selbstbewusst und einfach: "Ich werde auf Weltrekordtempo loslaufen!" Bekele war dagegen etwas bescheidener: "Ich möchte schnell laufen und persönliche Bestleistung erzielen!" Die Konkurrenz war keineswegs schwach, ca. 10 Läufer hatten das Potential siegen zu können. Und so musste es nicht zwangsläufig zum Zweikampf der Superläufer kommen. Im einzigen bisherigen direkten Schlagabtausch besiegte 2016 in London Bekele als Dritter den Kenianer bereits deutlich. Während Kipsang auf die Olympischen Spiele in Rio nicht so großen Wert legte, wurmte den Äthiopier seine Nicht-Nominierung durch den Verband sehr. Immer gut, wenn man etwas zu beweisen hat. Bekele ist mit seinen Weltrekorden und Olympiasiegen über 5.000 und 10.000 Meter, Bahn-Weltmeistertiteln und dazu 11(!) Crossweltmeistertitel längst eine noch immer laufende Legende. Ein Marathon-Olympiasieg in Rio hätte ihn vielleicht zum größten Läufer aller Zeiten gemacht. In Berlin wollte er zeigen, was er drauf hatte.


Höllentempo - mutige Tempohatz der Männer

Die Männer legten bei trockenem, fast windstillem, sonnigem Wetter und Temperaturen um 14 bis 17 Grad (für die langsameren Freizeitläufer wurde es später deutlich wärmer!) ein Höllentempo vor. Schon die ersten fünf Kilometer waren mit 14:21 Minuten viel zu schnell, denn das wäre hochgerechnet eine Endzeit von fast zwei Minuten unter Weltrekord (siehe Tabelle unten). Danach beruhigte sich das Tempo etwas, blieb aber weiter ungleichmäßig. Von 15 auf 20 Kilometer drosch die Spitzengruppe erneut einen 14:25 Minuten Abschnitt! Halbmarathon überliefen noch rund ein Dutzend mutiger Läufer in sagenhaften 61:11 Minuten! Das könnte die schnellste je gelaufene Halbmarathon-Zwischenzeit bei einem Marathon gewesen sein. Konsequenz: die Hasen waren dem Tempo nicht mehr gewachsen und strichen die Segel. Vergleicht man das Rennen mit dem Weltrekordlauf von Dennis Kimetto von 2014 in Berlin, sieht man, dass damals viel langsamer gestartet wurde. 


Schon Konfuzius wusste: Ein gutes Ende braucht auch einen guten Beginn! Kimetto hatte bei Halbmarathon "nur" 1:01:45 Stunden und steigerte sich dann auf 1:01:12 Stunden in der zweiten Hälfte. Bekele lief nahezu umgekehrt. Der Äthiopier hatte eine Schwächeperiode im letzten Drittel. Hier attackierte Kipsang und konnte die verbliebene Gruppe dezimieren und zwischen sich und Bekele bereits einen kleinen Vorsprung legen. Doch Bekele fing sich wieder, schloss zu Kipsang auf und legte im Finale unglaublich zu. Die 6:08 Minuten für die letzten 2,195 Kilometer ist die zweitschnellste Leistung aller Zeiten. Das gab Kipsang offenbar den Rest, obwohl auch er ein starker Finisher ist und noch rasante 6:18 Minuten hinlegte.

Zwischenzeiten - Vergleich zum Weltrekord

Dennis Kimetto 2014 Kenenisa Bekele 2016
Zw.Zeit 5k-Split proj.Endzeit Zw.Zeit 5k-Split proj.Endzeit
5km 00:14:42 00:14:42 02:04:03 5km 00:14:21 00:14:21 02:01:06
10km 00:29:24 00:14:42 02:04:03 10km 00:29:00 00:14:39 02:02:22
15km  00:44:10 00:14:46 02:04:14 15km  00:43:37 00:14:37 02:02:42
20km 00:58:36 00:14:26 02:03:38 20km 00:58:02 00:14:25 02:02:26
HM 01:01:45 02:03:30 HM 01:01:11 02:02:22
25km 01:13:08 00:14:32 02:03:26 25km 01:12:47 00:14:45 02:02:51
30km 01:27:38 00:14:30 02:03:15 30km 01:27:30 00:14:43 02:03:04
35km 01:41:47 00:14:09 02:02:42 35km 01:42:01 00:14:31 02:02:59
40km 01:56:29 00:14:42 02:02:53 40km 01:56:55 00:14:54 02:03:20
42,195km 02:02:57 00:06:28 42,195km 02:03:03 00:06:08
2. Hälfte: 01:01:12 2. Hälfte: 01:01:52


Kenenisa Bekele lief mit 2:03:03 Stunden Weltjahresbestzeit und die zweitschnellste Zeit der 
Ewigen Weltbestenliste Marathon. Zudem entriss er dem berühmten Landsmann Haile Gebreslassie den nationalen Rekord, den dieser 2008 in Berlin in 2:03:59 Stunden aufstellte. Bekele biss sich auf der Zielgeraden regelrecht auf die Zähne, wohl im Glauben die 2:03 Stunden oder gar den Weltrekord noch unterbieten zu können. Er gab alles, zeriss das Zielband mit 2:02:59 Stunden auf der Anzeige, wie man auf meinem Foto oben sieht, aber diese Zeit wurde später um ganze vier Sekunden nach oben korrigiert. Das ist allerdings eine Panne, denn ein Läufer muss sich einigermaßen auf die Zielanzeige bei einem Profirennen verlassen können. Somit sparte der Veranstalter trotz einer absoluten Spitzenleistung auch die Weltrekordprämie in Höhe von 50.000 Euro. Neben einem wohl sechsstelligen Antrittsgeld gab es für Bekele 40.000 Euro für Sieg und 30.000 Euro Zeitprämie. Dahinter war Kipsang nicht unglücklich, denn er überraschte wiedererstarkt mit neuem Hausrekord 2:03:13 Stunden, was ihn nun zeitgleich mit Landsmann Emmanuel Mutai, der diesmal als Zwölfter enttäuschte, auf Platz fünf der ewigen Rangliste ausweist. Mit Zeitbonus addierten sich seine Prämien auf 35.000 Euro. 


Zu schneller Beginn verhinderte Weltrekord

Dahinter lieferte - ganz im Schatten des tatsächlich stattgefunden Schlagabtausch der Champions - der Kenianer Evans Chebet in 2:05:31 Stunden noch eine ordentliche Leistung ab und verbesserte seine persönliche Bestleistung um zwei Sekunden. Auch Sisay Lemma (ETH) und Eliud Kiptanui (KEN) konnten in 2:06:56 und 2:07:47 Stunden sich nach dem superschnellen Beginn noch einigermaßen ins Ziel retten. Andere Läufer der Spitzengruppe zerriß es förmlich. So stieg der 2:04:32 Stunden Mitfavorit Tsegaye Mekonnen aus und Emmanuel Mutai schlich in für ihn indiskutablen 2:10:29 Stunden als Zwölfter über den Zielstrich. Acht Läufer blieben unter 2:10 und 30 unter 2:20 Stunden. Im letzten Jahr, dem Jahr der Olympiaqualifikation, waren das immerhin 48 Läufer und eine Läuferin.

Alles in allem - ich bin überzeugt, dass der zu schnelle Beginn bessere Leistungen und wohl auch den Weltrekord vermasselt hat. Sofern der etwas anfällige bereits 34-jährige Kenenisa Bekele unverletzt bleibt, hat er sicherlich diese Marke im Visier. Bei der Pressekonferenz befragt zur Weltmeisterschaft-Nominierung für London im nächsten Jahr, gab er sich zurückhaltend, aber man merkte ihm den Mißmut über die äthiopische Nominierungspolitik an. "Beibt abzuwarten, was der Verband machen wird, aber vielleicht verstehen die jetzt, warum ich mich über meine Nicht-Nominierung beschwert habe...". Ein Hammer, wenn er nach Rio nun auch in London fehlen würde! Nach dieser Leistung werden die Verbandshäuptlinge an Bekele nicht vorbei kommen können.


Steffen Uliczka
Steffen Uliczka - hier in einer Gruppe bei Kilometer sieben, lief mit 2:15:02 Stunden
einen neuen Hausrekord und kam als bester Deutscher auf den 16. Platz.
(Foto, Copyright: Herbert Steffny)


Aus deutscher Sicht erfreulich. Der frühere Hindernisspezialist Steffen Uliczka (bisherige Bestzeit 2:20:19 Stunden) lief bei seinem zweiten Marathon und auf Platz 16 einlaufend endlich mit 2:15:02 Stunden eine einigermaßen ansprechende Zeit. Zwar haderte er ein wenig, denn eine 2:12 oder 2:13 hätte es eigentlich sein sollen, aber für Marathon braucht man neben Glück mit den Bedingungen, viel Geduld und Erfahrung. Bei Halbmarathon lag er mit 1:06:20 Minuten noch auf Kurs, doch dann erlahmten die Kräfte ein wenig. Einen mächtigen Schritt ist er dennoch weitergekommen. Bisher hatten nur drei Läufer in diesem Jahr die 2:20 Stundengrenze unterboten, nun kam neben Uliczka auch noch Geronimo von Wartburg hinzu, der als 30.Platzierter in 2:19:25 Stunden ebenfalls diese begehrte Schallmauer durchbrach.


Zwischenstand deutsche Marathon Bestenliste Männer 2016:

2:13:09 Hendrik Pfeiffer
2:15:02 Steffen Uliczka
2:17:10 Julian Flügel
2:18:56 Philipp Pflieger
2:19:25 Geronimo von Wartburg









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Aberu Kebede
Aberu Kebede aus Äthiopien gewann zum dritten Mal in Berlin. damit zog sie mit Uta Pippig und der Polin Renata Kokowska gleich.
(Foto, Copyright: Herbert Steffny)





Birhane Dibaba

Die Zweite von Berlin Birhane Dibaba ist nicht mit den bekannten Dibaba Schwestern verwandt.
(Foto, Copyright: Herbert Steffny)






















Dreifachsieg für die Äthiopierinnen

Die zweifache Berlin Marathonsiegerin Aberu Kebede aus Äthiopien war Favoritin im insgesamt schwächer besetzten Damenfeld. Auch hier versprach ein schneller Beginn (fünf Kilometer in 16:40min) schnelle Endzeiten. Halbmarathon passierten noch drei Frauen gemeinsam, doch dann setzte sich Kebede von ihren Landsfrauen, der Tokio Marathon Siegerin 2015 Birhane Dibaba und Ruti Aga ab. Die Halbzeit von 1:09:27 Stunden verhieß noch eine Topleistung unter Streckenrekord (Mizuki Noguchi 2005 mit 2:19:12 Stunden), doch dann wurde Kebede nach 35 Kilometern - ohne gefordert zu werden - etwas langsamer. Dennoch konnte sie mit 2:20:45 Stunden fast ihren Hausrekord verbessern und lief die zweitschnellste Zeit in diesem Jahr. Damit war der äthiopische Doppelsieg an der Spree perfekt. Die Podiumsplätze sicherten sich zudem die beiden Landsfrauen mit einigen Minuten Abstand.  Das passte doch, denn in diesem Jahr zierte zudem die Finishermedaille das Konterfei der Olympiasiegerin 1996 im Marathonlauf Fatuma Roba - aus Äthiopien!

Katharina Heinig überrascht mit 2:28:34 Stunden

Die positive Überraschung aus deutscher Sicht an diesem Tag war die starke Leistung von Katharina Heinig, Tochter der früheren Weltklasse-Marathonläuferin Kathrin Dörre-Heinig. Sie explodierte nach ihrem Debakel im kalten Regenrennen von Zürich in diesem Frühjahr nun in Berlin regelrecht. Damals musste die 27-Jährige aussteigen. In Berlin zog sie von Beginn an ein strammes Tempo in Richtung unter 2:30 Stunden durch. Mona Stockhecke, die in Frankfurt laufen will, begleitete sie eine Weile bis zum Halbmarathon (1:14:33 Stunden). Heinig konnte nach 1:14:36 Stunden bei der Hälfte dann sogar noch zulegen und wie auf einer Woge des Glücks getragen überholte sie noch einige Läuferinnen und kam überglücklich in über fünf Minuten unter ihrem alten Hausrekord ins Ziel: 2:28:34 Stunden. Alle Achtung! Freudestrahlend schilderte sie bei der Pressekonferenz wie es unterwegs einfach perfekt lief. "Berlin ist geil!" so die Kurzversion. Damit ist Heinig auch ein Stück aus dem Schatten ihrer berühmten Mutter herausgelaufen und Deutschlands schnellstes Mutter-Tochter Gespann. Offenbar hat sie auch gelernt mit einem gewissen Erwartungsdruck umgehen zu können. Gratulation an diese sympathische Athletin!


Katharina Heinig
Große Freude über die Pulverisierung ihre Bestzeit - Katharina Heinigs Hausrekord
steht nun bei 2:28:34 Stunden. Berlin ist geil! - so die 27-Jährige.

(Foto, Copyright: Herbert Steffny)


Zwischenstand deutsche Marathon Bestenliste Frauen 2016:

2:27:50 Anja Scherl
2:28:34 Katharina Heinig
2:30:35 Anna Hahner
2:33:43 Mona Stockhecke
2:34:56 Lisa Hahner
2:39:48 Mayada Al-Sayad (PLE)
 


Statistik - 36.054 Läufer im Ziel

Mit 36.054 Läufern nach bis über acht Stunden im Ziel gab es zwar keinen neuen Finisher-Rekord, aber dennoch eine standesgemäße Beteiligung. Im letzten Jahr beendete die Rekordzahl von
36.824 Läufer den größten deutschen Citymarathon. Allerdings ist der Ausländeranteil mit 57,0 Prozent weit über der Hälfte. Berlin ist für viele Nationen eine Reise wert. Die Anzahl der deutschen Finisher beträgt "nur" 15.491 Prozent. Hier eine Auswahl an Nationen und die Zahl der gemeldeten Läufer (nicht Finisher!):

Nation Gemeldete
Deutschland 20529
Großbritannien 3082
Dänemark 2412
Frankreich 1685
USA 1605
China 1333
Italien 1125
Spanien  981
Schweiz 747
Polen 698
Österreich 512
Finnland 405


Der Anteil der Frauen mit 9.247 im Ziel betrug diesmal 25,6 Prozent.
Das ist der bisher höchste Wert, den Berlin erreichte. Das sogenannte "schwache Geschlecht" ist also weiterhin auf dem Vormarsch und der Anteil könnte noch viel höher sein. In den USA liegt dieser schon über 40 Prozent. Übrigens starteten beim tags zuvor ausgerichteten Inliner-Marathon 33 Prozent Frauen. Die mittlere Zielzeit der Frauen betrug 4:27:42 Stunden, die der Männer 3:59:30 Stunden. 1.608 Läufer blieben unter der begehrten 3:00 Stundengrenze, das sind 4,5 Prozent aller Finisher.

Berlin Marathon 2016 Statistik Finisher Anteil Prozent Frauen Männer



Ergebnisse 

Männer:

Platz Name Brutto
1 Bekele, Kenenisa (ETH) 02:03:03
2 Kipsang, Wilson (KEN) 02:03:13
3 Chebet, Evans (KEN) 02:05:31
4 Lemma, Sisay (ETH) 02:06:56
5 Kiptanui, Eliud (KEN) 02:07:47
6 Ronoh, Geoffrey (KEN) 02:09:29
7 Lagat, Alfers (KEN) 02:09:46
8 Gebregergish, Yohanes (ERI) 02:09:48
9 Kendagor, Jacob (KEN) 02:10:01
10 Simotwo, Suleiman (KEN) 02:10:22
11 Kiptoo, Mark (KEN) 02:10:24
12 Mutai, Emmanuel (KEN) 02:10:29
13 Kawauchi, Yuki (JPN) 02:11:03
14 Ekvall, Mikael (SWE) 02:13:16
15 Habarurema, Jean (FRA) 02:13:57
16 Uliczka, Steffen (GER) 02:15:02
17 Richards, Malcolm (USA) 02:15:10
18 Tiruneh, Chalachew (ETH) 02:16:07
19 Abdulaziz, Ebrahim (NOR) 02:16:53
20 Martelletti, Paul (NZL) 02:16:58
21 Babeker, Taye (ETH) 02:17:56
22 Laerte, Dennis (BEL) 02:18:04
23 Arciniaga, Nick (USA) 02:18:18
24 Brasevicius, Ignas (LTU) 02:18:56
25 Teekens, Mike (NED) 02:18:55
26 Koech, Meshak (KEN) 02:18:58
27 Molenhuis, Olfert (NED) 02:19:00
28 Spencer, Stuart (GBR) 02:19:17
29 Bondarenko, Vladimir (RUS) 02:19:23
30 von Wartburg, Geronimo (GER) 02:19:25

Wilson Kipsang und Kenenisa Bekele in Berlin 2016
Trieben sich zu Höchstleistungen: Wilson Kipsang und Kenenisa Bekele liefen
in Berlin Bestzeiten und verpassten den Weltrekord nur knapp.
(Foto, Copyright: Herbert Steffny)


Frauen:

Platz Name Brutto
1 Kebede, Aberu (ETH) 02:20:45
2 Dibaba, Birhane (ETH) 02:23:58
3 Aga, Ruti (ETH) 02:24:41
4 Iwade, Reia (JPN) 02:28:16
5 Heinig, Katharina (GER) 02:28:34
6 Ronoh, Janet (KEN) 02:29:35
7 Dolinin, Elena (ISR) 02:35:59
8 Fien, Cassie (AUS) 02:37:28
9 McCarthy, Claire (IRL) 02:38:00
10 Ganiel, Gladys (IRL) 02:39:10
11 Chemtai, Lonah Korlima (ISR) 02:40:16
12 Degan, Julia (AUS) 02:42:57
13 Larsson, Mikaela (SWE) 02:44:31
14 Kemppi, Mikaela (SWE) 02:44:50
15 Galle, Eva (BEL) 02:46:09
16 Kvernmo, Kathrine (NOR) 02:50:21
17 Moen Guidon, Karoline (NOR) 02:50:00
18 Gill, Nadine (GER) 02:49:28


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