New York City Marathon mit Herbert Steffny
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Mary Keitany verteidigt Titel in New York
Kenia-Doppelsieg - Wilson Kipsangs Stern sinkt

von Herbert Steffny aus New York, leicht gekürzt für Laufreport.de (1.11.2015, aktualisiert 10.11.2015)
Copyright für Text und Fotos:
Herbert Steffny

natürlich können Sie hierhin verlinken!

Die Frauen Spitzengruppe bei Kilometer 23
Die Frauen Spitzengruppe bei Kilometer 23. Die Kleinste im Feld Mary Keitany konnte ihren
Vorjahressieg wiederholen. (Foto, Copyright: Herbert Steffny,
www.herbertsteffny.de)

New York Marathon Reise und weitere Infos zum NYC Marathon



Inhaltsübersicht:



Preisgelder:

Insgesamt 705.000 Dollar gab es zu verdienen - hinzu kommen Zeitboni und Antrittsgelder:


1.Pl. $100.000

2.Pl. $60.000

3.Pl. $40.000

4.Pl. $25.000

5.Pl. $15.000

6.Pl. $12.500

7.Pl. $10.000

8.Pl. $6.500

9.Pl. $3.500

10.Pl. $2.500


Masters: $3.000, $2.000, $1.000


Gerald Kiessling
Gerald Kiessling, aus unserer InterAir
Gruppe
erschöpft, aber glücklich im
Ziel. Lief er doch alle sechs Marathon
Majors in diesem Jahr: Tokio, Boston,
London, Berlin, Chicago und New York.
(Copyright: www.herbertsteffny.de)



Die Medaillen der Marathon Majors
...und hier das Medaillen Sextett.
(Copyright: www.herbertsteffny.de)








Beide Titelverteidiger am Start

Titelverteidiger Wilson Kipsang aus Kenia, der Marathonkönig der Vorjahre, konnte mit der Saison bisher nicht zufrieden sein. In London zeigte ihm der zur Zeit beste Läufer, sein Landsmann Eliud Kipchoge die Grenzen auf und bei den Weltmeisterschaften in Peking stieg der Ex-Weltrekordler bei Hitzebedingungen überraschend vorzeitig aus. Immerhin hatte er somit vielleicht noch genügend Körner im Sack und ist zudem Strecken-kundig. Anders vielleicht sein ärgster Widersacher, der Vorjahres-Zweite Lelisa Desisa aus Äthiopien, der zuversichtlich ins Rennen ging, obwohl er nach einem zweiten Platz in Dubai, einem Sieg in Boston und einem für ihn enttäuschenden siebten Platz in Peking bei der WM sein bereits viertes Rennen über die 42,195 Kilometer absolvierte. Der 25-Jährige fühlte sich gut in Form. Die amerikanischen Hoffnungen lagen einmal mehr auf dem bereits 40-jährigen Meb Keflezhigi, der hier bei insgesamt 10 Teilnahmen sogar 2009 gewinnen konnte. Überraschend siegte der gebürtige Eritreer 2014 auch in Boston in neuem Hausrekord von 2:08:37 Stunden und das trotz fortgeschrittener Karriere. Ein Tipp war für mich auch der vielseitige Kenianer Geoffrey Kamworer, der mit "nur" 2:06:12 Stunden als Dritter hinter Kipsang und Kipchoge in Berlin 2013 einlief, aber mittlerweile Cross- und Vizeweltmeister über 10.000 Meter hinter Mo Farah wurde. Obwohl er seine Zukunft vorerst noch auf der Bahn sieht, fehlt ihm noch der große Marathonerfolg.

Bei den Damen hatte sich die 33-jährige Titelverteidigerin Mary Keitany, mit 2:18:37 Stunden immerhin die zweitschnellste Läuferin der ewigen Bestenliste nach der Weltrekordlerin Paula Radcliffe mit den Siegerinnen von Dubai (Aselefech Mergia, ETH), Boston (Caroline Rotich, KEN) und London (Tigist Tufa, ETH) auseinanderzusetzen. Sie kommt wie Wilson Kipsang aus Iten/Westkenia (wohin wir 2016 wieder eine Laufreise anbieten). Die gebürtige Äthiopierin Buzunesh Deba, zweimal Zweite in ihrer Wahlheimatstadt New York (Stadtteil Bronx) wollte ebenfalls endlich einen Sieg feiern. Ihr Hausrekord steht seit Boston 2014 immerhin bei beachtlichen 2:19:59 Stunden. Im letzten Jahr führte sie lange, fiel aber verletzungsbedingt noch auf den neunten Platz zurück. Das Topfeld komplettierte u.a. noch die 2013 London und New York Siegerin Priscah Jeptoo, nicht zu verwechseln mit der wegen Doping gesperrten und nicht verwandten Kenianerin Rita Jeptoo. Als Debütantin war die 29-jährige Olympiazweite über 10.000 Sally Kipyego aus Kenia zu beachten.

Gute Wetterbedingungen

In den USA endet die Sommerzeit eine Woche später als bei uns. Somit konnten die Läufer eine Stunde länger schlafen. Gut so, denn die meisten müssen in aller Frühe von den Hotels noch vor 6.00 per Bus zum Startgelände gelangen. Danach wird die Stadtteile Brooklyn und Staten Island verbindende Verrazano Bridge gesperrt. Die Temperaturen bei der 45. Auflage des Klassikers durch die fünf Stadtteile von New York waren bei bedecktem Himmel eher mild. Zu Beginn waren es rund 13 Grad und die Quecksilbersäule stieg im Ziel für die Massen der 50.000 Starter aus 125 Nationen auf bis zu 17 Grad Celsius an. Der Wind war eher ein laues Lüftchen, nicht so störend wie im Vorjahr und von Südwesten wehend eher ein leichter Schiebewind. New York typisch frischte er aber immer wieder gelegentlich auf den Brücken oder in den tiefen Häuserschluchten auf. 

Die Männer Spitzengruppe bei Kilometer 24
Die Männer Spitzengruppe bei Kilometer 24. Das Tempo war
noch recht verhalten, die US-Amerikaner Craig Leon und
Meb Keflezighi
dürfen noch führen.
(Copyright: www.herbertsteffny.de)

Natürlich ging es für die Elite neben der Ehre wie immer auch um größere Summen. In der Randspalte die Preisgelder (nur!) für die eingeladenen Athleten Platz 1-10 (Männer und Frauen identisch). Das Rennen um die World Marathon Majors Serie und die daran gekoppelte US-$500.000 Prämie scheint bereits gelaufen zu sein. Eliud Kipchoge ist mit seinen beiden Siegen beim London und Berlin Marathon mit 50 Punkten fast nicht mehr einzuholen. Lelisa Desisa hatte bisher 25 Punkte auf seinem Konto und könnte nur mit einem Sieg mit dem Kenianer gleich ziehen. Unabhängig von den WMM Punkten und Prämien zählt allerdings ein Sieg in New York natürlich fast soviel wie ein Titel als Weltmeister oder Olympiasieger. Er ist sozusagen der Ritterschlag für jeden Top-Marathonläufer.

Mary Keitany
Mary Keitany aus Kenia konnte ihren Vorjahreserfolg in einem taktisch klugen Rennen wiederholen.
(Copyright: www.herbertsteffny.de)



Christelle Daunay
Die Europameisterin Christelle Daunay aus Frankreich lief mit 40 Jahren noch exzellente 2:26:57 Stunden.
(Copyright: www.herbertsteffny.de)



 


Das Rennen der Frauen startet 30 Minuten früher

Rund 25 Elite-Frauen starteten in Staten Island diesmal 10 Minuten später als 2014 um 9.20 traditionell eine halbe Stunde vor den Männern. Tempomacher im Stile Berlins gibt es in New York nicht, die Felder sind überschaubar. Nachteil für den "Startstatus Eliteläuferin": wer nicht vorne mithält, verschwindet im Niemandsland dahinter und läuft fast die ganze Distanz alleine. Bei gemischten Starts wie in Berlin oder Frankfurt sind die Frauen dieser Leistungsklasse nie alleine, sondern von Männerpulks umgeben. Andererseits entwickeln die Rennen im Sitle New Yorks oder auch Londons ihre eigene sportliche Dynamik, sozusagen "Frau gegen Frau". Die Zeiten leiden allerdings darunter, denn meist wird sich bis zur 30 Kilometer Marke nur belauert. 

Die erste Meile bergan über die Verrazano Narrows Bridge sah zunächst weiße Läuferinnen in vorderster Front, darunter die bereits 40-jährige Christelle Daunay aus Frankreich, die frühere NYC-Siegerin Jelena Prokopcuka aus Russland und die Vorjahresdritte Sara Moreira aus Portugal. Die Fünf-Kilometer-Zischenzeit in 17:19 Minuten war 12 Sekunden schneller als 2014, was zunächst auf eine Zeit von 2:28 Stunden hin führte. Bei Kilometer sieben waren nur noch rund 16 Läuferinnen in der Führungsgruppe, in der weiter Daunay und Moreira das Tempo angaben. Die 10 Kilometer Marke wurde in 34:29 Minuten von noch rund 12 Kontrahentinnen überlaufen. Das Tempo zog leicht auf eine 2:26 Stunden Zeit an. Auch bei Halbmarathon (1:12:54 Stunden) machte noch immer eine große Gruppe von neun Läuferinnen gemeinsame Sache. Die durch ihren viel zu schnell begonnenen Frontlauf von 2011 geläuterte Mary Keitany hielt sich taktierend immer noch am Ende der neun-köpfigen Gruppe auf. 

Die Frauenspitze bei Kilometer 23
Die Frauenelite bei Kilometer 23 kurz vor dem Anstieg über
die Queensboro Bridge.
(Foto, Copyright: Herbert Steffny,
www.herbertsteffny.de)


Überlegener Sieg für Mary Keitany

Nach dem 45 Meter hohen Anstieg über die Queensboro Bridge und der nachfolgenden ewig langen Geraden der First Avenue zog das Tempo an.  Keitany ergriff mehr und mehr die Initiative und reduzierte das Feld auf eine Fünfergruppe mit Tufa, Mergia, Moreira und Priscah Jeptoo. Der Abschnitt von 25 auf 30 Kilometer wurde in 16:53 Minuten gelaufen und der folgende Fünf-Kilometerabschnitt in schnellen 16:23 Minuten. Mary Keitany entschied das Rennen um Kilometer 32 bis 35 mit einer Forcierung des Tempos auf rund 3:15 min/km. Das Quintett flog auseinander, Tufa konnte zunächst folgen und es sah nach einer Neuauflage des Duells von London zwischen den beiden aus. Doch dann musste die Äthiopierin abreissen lassen und ihr blieb nur noch der Kampf um Platz zwei. 

Während Mary Keitany sich den Sieg in guten 2:24:25 Stunden überlegen sicherte (Vorjahr 2:25:07 Stunden) rannte Aselefech Mergia (2:25:32 Stunden) im Central Park von Platz drei noch vor Tigist Tufa (2:25:50 Stunden) über den Zielstrich. Nur drei Sekunden danach musste die Portugiesin Sara Moreira mit dem undankbaren vierten Platz vorlieb nehmen, während dahinter die Europameisterin Christelle Daunay für die AK W40 in 2:26:57 Stunden noch eine erstklassige Leistung ablieferte. Mary Keitany konnte nach ihrem zweiten Platz in London nun bei der WMM Serie nochmals voll 25 Punkte hinzugewinnen. Sie führt nun zusammen mit Weltmeisterin Mare Dibaba punktgleich. Wer den 500.000 Dollar Jackpot gewinnt, entscheidet sich nun entweder beim Tokio Marathon im Februar 2016 oder per Entscheid der WMM Renndirektoren. Die Olympia 10.000m Silber Medaillengweinnerin Sally Kipyego hielt bei ihrem Debüt nur bis 32 Kilometer mit und stieg bei 40 Kilometern aus. Auch Mitfavoritin Buzunesh Deba beendet bereits bei Halbmarathon vorzeitig das Rennen.



Info: alle historisch erzielten Top-10_Plätze Deutscher beim New York Marathon



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Für die richtige Marathon-Vorbereitung:

Das große Laufbuch
von Herbert Steffny

Das umfassende Standardwerk mit bewährten 10k, Halb-, Marathon- Trainingsplänen,
erweiterte Neuauflage 408 Seiten, Südwestverlag 2015.

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Stanley Biwott
Der Kenianer Stanley Biwott lief in New York seinem größten Erfolg entgegen.
(Copyright: www.herbertsteffny.de)



Geoffrey Kamworer
Der Crossweltmeister Geoffrey Kamworer leistete dem Sieger verbissenen Widerstand.
(Copyright: www.herbertsteffny.de)




Wilson Kipsang
Der Titelverteidiger Wilson Kipsang konnte nicht mehr an die Erfolge der Vorjahre anknüpfen. Ihm blieb nur der undankbare vierte Platz.
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Das Bummelrennen der Männer

Um 9.50 Ortszeit, eine halbe Stunden nach den Elite-Frauen, startete eine rund 30-köpfige Männer-Elitegruppe zusammen mit der dahinter aufgereihten ersten Startwelle der teilweise sehr ambitionierten Freizeitläufer. Eine 17-köpige Gruppe bummelte nach fünf (15:47 Minuten) und 10 Kilometern (31:31 Minuten) durch Brooklyn. Ein weiterer langsamer Abschnitt folgte bis 15 Kilometer mit 15:58 Minuten. Nun war klar, dass es ähnlich wie bei den Frauen hinten hinaus noch sehr schnell werden musste. Bei Halbmarathon in 1:06:49 Minuten (was eine 2:13er Zeit bedeuten würde) machten immer noch 15 Läufer gemeinsame Sache. Schön für die US-Amerikaner: Craig Leon und Meb Keflezhigi durften sich an der Spitze lange ihrem Publikum präsentieren. Bergan über die Queensboro Bridge verlor die Pace weiter an Fahrt: gemütliche 16:24 Minuten brauchte die gemischte Truppe mit noch allen Favoriten an Bord. 

Biwot führt einen Kiolemeter vor dem Ziel vor Kamworer
Das Finale auf der 59. Straße: Biwott führt einen Kilometer
vor dem Ziel vor Landsmann Kamworer:
(Foto, Copyright: www.herbertsteffny.de)

Biwott besiegt Kamworer mit 28:35min über 10km!

In Manhattan angekommen drückte Stanley Biwott erstmals auf die Tube. Die achtköpfige Spitzentruppe reduzierte sich auf Biwott, Tsegay, Desisa, Kipsang, Kawauchi, Kamworor, Meb und Kemal. In 15:19 Minuten wurde der bisher schnellste 5k-Abschnitt runtergespult. Ein gnadenloser Steigerungslauf begann auf der First Avenue. 10 Kilometer vor dem Ziel beschleunigte nun Kamworor. Nur Biwott, Desisa, und Kipsang folgten, allerdings musste der Titelverteidiger überraschend einen Kilometer später abreissen lassen. Der 10.000 Meter Spezialist Kamworer warf eine weitere Steigerung des Tempos auf eine 2:45 min/km Geschwindigkeit bergan Richtung Central Park ein. 14:50 Minuten war brauchte das Trio von 30 auf 35 Kilometer. 

Doch nun übernahm Stanley Biwott die Führung, aber Kamworer war nicht so leicht abzuschütteln, lediglich der Äthiopier Desisa kam nicht mehr mit. Erst drei Kilometer vor dem Ziel entstand eine kleine Lücke, die sich nur sehr langsam bis auf vierzehn Sekunden bis ins Ziel erweiterte. Der Kenianer erlief sich seinen ersten bedeutenden Sieg in angesichts des Rennverlaufs noch flotten 2:10:34 Stunden. Die letzten 10 Kilometer legte er in rasanten 28:35 Minuten zurück! Hinter dem deutlich distanzierten Äthiopier Desisa musste sich Wilson Kipsang mit einem vierten Platz begnügen. Das Jahr 2015 war nicht das seine, beginnt sein Stern zu sinken? In Kenia ist es eben schwer mehrere Jahre an der Spitze zu bleiben. Bester Amerikaner war auf Platz sieben erneut Meb Keflezighi mit einem neuen US-Masters Rekord in 2:13:32 Stunden.

New York Marathon Medaille
Der Stolz eines jeden Finishers: die Medaille des New York Marathons 2015.
(Copyright: www.herbertsteffny.de)





Andre Pollmächer
Andre Pollmächer nutzte den New York Marathon zu einem flotten langen Trainingslauf, den er als schnellster Deutscher beendete
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Victor Larisch
Zweitschnellster Deutscher war Victor Larisch in 2:39:07 Stunden.
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Martin Fiz
Der Ex-Weltmeister Martin Fiz aus Spanien gewann die Altersklasse M50.
(Copyright: www.herbertsteffny.de)



Yuki Kawauchi Meb Keflezighi
Der japanische Marathon- Vielstarter Yuki Kawauchi kämpfte mit dem US-Amerikaner Meb Keflezighi um Platz sechs und sieben.
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Stefanie Doll war schnellste Deutsche in New York
Stefanie Doll aus Hinterzarten war schnellste Deutsche beim New York Marathon.
(Foto: Privat)



















New York Marathon - mit Musik zum Ziel
Mit Musik zum Ziel - 130 Bands sorgen unterwegs für gute
Stimmung. Da fndet man seinen Rhythmus leichter.
.
(Copyright: www.herbertsteffny.de)
New York Marathon - Der Mann mit dem Hammer
Nur noch ein Kilometer! Aber der Mann mit dem Hammer 
kennt keine Gnade.

(Copyright: www.herbertsteffny.de)

49.469 Läufer - 1.701 Deutsche

Der Marathon bringt der Stadt rund 415 Million Dollar ein. In diesem Jahr beendeten  49.469 Läufer (Stand 9.11.2015) in bis zu 10:21 Stunden das Rennen. Das ist nicht ganz so viel wie in den beiden Vorjahren, wo jeweils die 50.000 Marke fiel, aber New York bleibt, zumindest was die Finisherzahl angeht, im ersten Jahr unter der neuen Führung von Renndirektor Peter Caccia die Nummer 1. Die mittlere Zielzeit war mit ca. 4:32 Stunden trotz des guten Wetters vier Minuten langsamer als im Vorjahr. Der Frauenanteil stieg mit 42,5 Prozent auf ein neues Rekordniveau und liegt damit weit über den deutschen Zahlen (19-24%). Der Ausländeranteil betrug 46,0 Prozent. Die Beteiligung der Deutschen ging mit 1.701 Finshern gegenüber dem Vorjahr etwas zurück. Schnellster Finishern war André Pollmächer auf Platz 21 in 2:26:35 Stunden. Der Düsseldorfer, der in Berlin noch verletzungsbedingt auf seinen Start verzichtete, wollte ohne Druck und ohne den Status eines Eliteathleten einfach mitlaufen. Großer Jubel in unserer InterAir Reisegruppe: schnellste Deutsche war Stefanie Doll aus Hinterzarten im Schwarzwald auf Rang 34 in 2:56:25 Stunden. Sie ist die Tochter des Olympiakochs Charly Doll, früherer Weltklasseläufer, mit dem und in dessen Tagungshotel ich meine Intensiv-Seminare veranstalte. Bruder Benni Doll ist ein Weltklasse Biathlet. Mutter Friederike lief Marathon in 3:04 Stunden.


Run now, beer later... Marathon und Bier... Laufen und Laufen lassen
Run now, beer later! Das Schild mag bei Kilometer 41 nicht
Wenige zum Durchhalten motiviert zu haben. Laufen und Laufen lassen, ...alles zu rechten Zeit...
(Foto, Copyright: www.herbertsteffny.de)
Abklatschen mit den Zuschauern, das gibt Laune in der Endphase
... aber es geht auch ohne Alkohol: Abklatschen mit den Zuschauern, das gibt Laune in der Endphase eines Marathons, beim Läufer und dem Publikum.
(Copyright: www.herbertsteffny.de)


Promis und nur noch eine Million Zuschauer

War es vor zwei Jahren Pamela Andersens Debüt in New York so sorgte diesmal die Grammy Gewinnerin, Schaupielerin und Sängerin Alicia Keys in 5:50:52 Stunden für Aufmerksamkeit in den Klatschspalten. Wie im schon Vorjahr war die Marathon Weltrekordlerin Paula Radcliffe wieder für das amerikanische Fernsehen als Co-Kommentatorin auf einem Motorrad am Geschehen in der Frauenspitze hautnah dabei. Die Altersklasse M50 konnte der frühere Marathon Welt- und Europameister Martin Fiz aus Spanien in 2:34:33 Stunden gewinnen. Die bereits 82-jährige US-Amerikanerin Ginette Bedard lief flotte 5:19:46 Stunden und gewann damit ihre Alterklasse. Die Älteste im Rennen war die 84-jährige Niederländerin Agnes Roest-Bomers mit 5:40:23 Stunden.

Für einige hundert
 Charity Projekte wurden 
Martin Fiz Martin (52), ESP 2:34:33
im Rahmen des Marathons rund 35 Millionen US-Dollar gesammelt. Die Stimmung und Begeisterung  der Zuschauer unterwegs war gewohnheitsgemäß grandios. Manchen waren die Ohren-betäubenden Anfeuerungsschreie gar zu laut. "Ich hatte leider Ohrstöpsel" vergessen, so ein Schweizer Marathonläufer nach dem Rennen. Übrigens ist man mittlerweile von den früher genannten zwei Million Zuschauer abgerückt. Darauf, dass das viel zu hoch gegriffen ist, hatte ich schon in den vergangenen Jahren hingewiesen. Dafür müssten nämlich beiderseits an der gesamten Strecke 12,5er Menschenreihen stehen. Das ist so gut wie nie der Fall. In der ABC-TV Live Berichterstattung sprach man dann nur noch von einer Million Zuschauer ;-)). Die Sicherheitsvorkehrungen und Absperrungen waren wie im Vorjahr wieder sehr umfangreich, teilweise auch lästig. Man musste ohne ersichtlichen Grund als Zuschauer an vielen Stellen große Umwege in Kauf nehmen.

New York Marathon Polizistin
Das Auge des Gesetzes beobachtet was da so läuft! Nicht alle Sicherheitsmaßnahmen sind nachvollziehbar, aber es gab auch keine Vorfälle. (Copyright: www.herbertsteffny.de)
New York Marathon Zuschauer
Die Stimmung am Streckenrand ist laut und grandios. Kein Wunder, daß da auch die "Party Animals" mitmischen.
(Copyright: www.herbertsteffny.de)

Ergebnisse:

Pl.NameZeitNation
1Stanley Biwott2:10:34KEN
2Geoffery Kamworor2:10:48KEN
3Lelisa Desisa2:12:10ETH
4Wilson Kipsang2:12:45KEN
5Yemane Tsegay2:13:24ETH
6Yuki Kawauchi2:13:29JPN
7Meb Keflezighi2:13:32USA
8Craig Leon2:15:16USA
9Birhanu Dare Kemal2:15:40ETH
10Kevin Chelimo2:15:49KEN
11Andrea Lalli2:17:12ITA
12Juan Luis Barrios2:18:06MEX
13Diriba Degefa Yigezu2:19:21ETH
14Negash Abebe Duki2:20:30ETH
15Timothy Chichester2:21:25USA
16Nicholas Arciniaga2:22:07USA
17Khalid En Guady2:23:13MAR
18Carmine Buccilli2:23:48ITA
19Abu Kebede Diriba2:24:30ETH
20Kojo Kyereme2:26:17GBR
21Andre Pollmächer2:26:35GER
22Alessandro Claut2:28:22ITA
23Matt Flaherty2:29:01USA
24Thierry Guibault2:29:05FRA
25Grzegorz Gronostaj2:29:09POL

Frauen:

PlNameZeitNation
1Mary Keitany02:24:25KEN
2Aselefech Mergia02:25:32ETH
3Tigist Tufa02:25:50ETH
4Sara Moreira02:25:53POR
5Christelle Daunay02:26:57FRA
6Priscah Jeptoo02:27:03KEN
7Laura Thweatt02:28:23USA
8Jelena Prokopcuka02:28:46LAT
9Anna Incerti02:33:13ITA
10Caroline Rotich02:33:19KEN
11Cassie Fien02:38:53AUS
12Teresa McWalters02:40:37USA
13Marisol Romero02:41:50MEX
14Beverly Ramos02:41:56PRI
15Changqin Ding02:44:02CHN
16Caroline Wostmann02:44:26RSA
17Hilary Corno02:45:53USA
34Stefanie Doll02:56:26GER


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